Ayurvedische Kräuter bei Histaminintoleranz und Mastzellaktivierungserkrankungen

Ayurveda: Übersetzt aus dem Sanskrit (आयुर्वेद) bedeutet es ” Wissen vom Leben” oder “Lebensweisheit“. Sie beschreibt eine etwa 3000 Jahre alte Heilkunst aus Indien, deren Konzept man als ganzheitlich beschreiben kann. Körper, Geist und Seele sind unmittelbar miteinander verbunden und bedingen sich gegenseitig. Auf diesem Prinzip bauen unterschiedliche Praktiken auf, die jeden Tag durchgeführt werden, um die geistige und körperliche Gesundheit zu fördern, zu erhalten sowie Krankheiten vorzubeugen, zu verbessern oder gar zu heilen. Ayurveda ist durch die Selbstdurchführung/Selbstverantwortung geprägt. Ein Yogi, Ayurveda-Arzt oder Berater ist nur der Wegweiser, der Patient muss die Anwendungen selbst durchführen.

Die zentralen Elemente des Ayurvedas bestehen aus:

  • Ernährungslehre
  • Yoga
  • Pflanzenheilkunde
  • Reinigungs- und Massagetechniken, auch Panchakarma (Sanskrit; पञ्चकर्मन् ” Fünfache Handlung”) genannt

Doshas: Die drei Prinzipien des Lebens

Doshas (Sanskrit;दोषः Fehler, Fehlerpotential) beschreibt die Einteilung nach drei unterschiedlichen Lebensenergien. Diese sind in einem ständigen, dynamischen Wechsel miteinander verwoben. Ziel ist es, diese drei Doshas in einer Harmonie zu halten. In diesem Zustand erhalten wir unsere optimale Gesundheit. In jedem Menschen herrschen entweder ein oder zwei Doshas vor, eher selten alle drei gleichmäßig. Dies kann man über einen sogannten Dosha-Test herausfinden.

Die drei Doshas:

  • Vata: Das Bewegungsprinzip. Elemente: Äther, Wind, Luft.
  • Pitta: Das Feuerprinzip. Elemente: Feuer, Wasser.
  • Kapha: Das Strukturprinzip. Elemente: Erde und Wasser.
  • Es gibt Online-Tests, die man ausfüllen kann, um seinen Typ zu bestimmen. Im Rahmen einer ganzheitlichen Erstanamnese, biete ich dies auch für meine Klienten an.

Ayurvedische Kräuter: eine Alternative zu Medikamenten ?

Nachdem wir uns die Basisprinzipien angeschaut haben, fokussieren wir uns nun ganz auf die Pflanzenheilkunde und wie wir sie für uns Betroffene nutzen können. Da ich mich sowohl beruflich als auch persönlich sehr für Ayurveda interessiere, habe ich mir die Frage gestellt, welchen Nutzen man speziell für Histaminintoleranz und Mastzellerkrankungen daraus ziehen könnte, um einen alternativen Ansatz zu entwickeln. Schon als Kind war ich fasziniert von sogenannten “alternativen” Heilpflanzen, die bereits vor tausenden von Jahren bei diversen Krankheiten verwendet wurden. Ich erinnere mich noch, als ich mit etwa 11 den Gedanken hegte, ob nicht gegen alle Erkrankungen ein Kraut gewachsen sei. Heute bestätigt die Wissenschaft immer mehr in Studien, die bereits bekannte Wirkung diverser Pflanzen aus dem Ayurveda, der TCM (Traditonelle Chinesische Medizin) oder unsere heimischen Arten. Sogar viel versprechende, antikarzinogen wirkende Pflanzen sind mittlerweile in ihrer Wirkung bestätigt und finden sich als zusätzliches unterstützendes Mittel bei Krebsbehandlungen wieder. Bei meiner ausführlichen Recherche nach wissenchaftlichen Quellen und Erfahrungen von Betroffenen zu den genannten Pflanzen wurde ich nicht enttäuscht: Ein Kraut hat in einer Studie sogar den gleichen mastzellstabilisierenden Effekt wie die oft verschriebene Cromocyclinsäure, einem Mastzellstabilisator der standartmäßig in der medikamentösen Therapie bei Mastzellaktiverungserkrankungen eingesetzt wird. Entzündungshemmend, histaminsenkend und mastzellstabilisierend wirken jedoch alle hier aufgeführten. Schauen wir uns nun die Kräuter sowie die Studien dazu an:

  • Wie alle Medikamente können Heilpflanzen einen starken Effekt auf den Körper haben, Nebenwirkungen verusachen oder Wechselwirkungen auslösen. Die meisten heutigen Medikamentenwirkstoffe, gehen auf ihr Equivalent aus der Natur zurück, z.B die Acetylsalicylsäure, auch bekannt als Aspirin, welche ursprünglich aus Pflanzen stammt. Acetylsalicylsäure ist für uns nicht verträglich und soll nur als Beispiel dienen.
  • Es ist empfohlen, seinen Arzt oder Heilpraktiker vor der Einnahme zu informieren und generell regelmäßig Bluttests durchführen zu lassen. Auch und besonders pflanzliche Heilmittel können allergische Reaktionen auslösen, auch wenn sie anithistaminisch oder mastzellstabilisierend wirken!

1. Ashwagandha/अश्वगन्धा:

Ashwagandha, auch als Schlafbeere, Winterkirsche oder indischer Ginseng bekannt. Für die Produkte werden nur die Wurzeln und die Blätter verwendet, da die Beeren giftig sind.
Bildquelle: Von Roger Culos – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22724466
  • Ashwagandha/अश्वगन्धा bedeutet aus dem Sanskrit überstetzt ” Geruch des Pferdes”. Für die Ayurvedischen Nahrungsergänzungsmittel werden nur die Wurzeln oder Blätter verwendet, da die Beeren giftig sind. Es schmeckt bitter, deshalb wird empfohlen, es als Tabletten einzunehmen. Nach 4-6 Wochen Einnahme wird mindestens eine einwöchige Pause empfohlen.
  • Dosierung: 240- 600 mg maximal pro Tag. Hier muss auf den Gehalt an Withanoliden im Produkt geachtet werden. Er sollte 3-5% betragen. Die maximale Dosierung ist mit 8 Milligramm Ashwagandha Extrakt pro Tag und pro Kilogramm Körpergewicht angegeben. Empfohlen wird mit einer niedrigen Dosierung zu beginnen. Eine höhere Dosis wirkt schlaffördernd, wärend die stressreduzierenden Wirkung erst nach ein paar Tagen eintritt.
  • Gehört zu den Nachtschattengewächsen:
    • Achtung! Manche Betroffene vertragen diese Pflanzenart in der Anfangsphase nicht. Dies hat aber nichts an sich mit HIT/MCAD zu tun sondern liegt meist am schlechten Gesamtzustand der bereits jahrelangen, geschädigten Darmschleimhaut. Sie werden meist nach einer darmfreundlichen Ernährungsumstellung sowie einem Darmaufbau wieder wunderbar vertragen. Allergien und Kreuzallergien beachten!
  • Anwendungsgebiete: Entzündungen (Histamin ↓), Tonikum, Impotenz, Altersgebrechen, Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Stress (Histamin↓, Mastzellmediatoren ↓) , Unruhe, Gedächtnisstörungen (Nootropikum), depressive Verstimmungen, Angst, Libidoprobleme, Anspannung, Begleitmittel bei Krebs (Nicht als alleiniges Heilmittel!)
  • Wirkung: immunstärkend, blutzuckerspiegelregulierend, neuroprotektiv, mastzellstabilisierend, entzündungshemmend, aphrodisierend, beruhigend, adaptogen, nervenberuhigend, nervenregenerierend, antikarzinogen.
  • Kontraindiziert: Schwangerschaft, Stillzeit, Kinder von unter einem Jahr/ Kleinkinder, Schilddrüsenüberfunktion, Hormonstörungen, Herz- Kreislauf-Erkrankungen, Atopie (Neigung zu Allergien).
  • Mögliche, unerwünschte Wechselwirkungen mit: Alpha-Reductase-Hemmer, Schlaf- und Beruhigungsmitteln, Diabetesmedikamente, Schilddrüsenmedikamente, Antidepressiva/Antipsychotika, Alkohol.
  • Mögliche Nebenwirkungen: Übelkeit, Erbrechen und Durchfall bei zu hoher Dosis.
  • Verträglichkeit bei HIT/MCAD: Sehr gut. Vielen Betroffenen ist Ashwaghanda bereits bekannt und berichten von sehr guter Verträglichkeit und den erwünschen Wirkungen. Auf Kreuzallergien und Atopie achten. Nicht überdosieren.
  • Quellen:

2. Triphala/त्रिफला:

Haritaki, Myrobalan, Ayurveda, Obst, Medizinisch
Haritaki-Frucht
  • Triphala bedeutet “Die drei Früchte” und beschreibt eine Mischung aus 3 Früchten verschiedener Myobalanpflanzen:
    1. Amalaki (besser bekannt als Amla oder indische Stachelbeere)
    2. Bibhitaki
    3. Haritaki
  • Dosierung: 150mg- 1000mg maximal pro Tag. Mit einer niedrigen Dosierung beginnen. Eine Dosierung von 150mg-500mg pro Tag ist empfohlen.
  • Darlegungsformen: Kapseln, Presslinge, Pulver, Tee, aber auch als Maske, Öl (Amlaöl) oder in Cremes für die äußerliche Anwendung.
  • Einnahmeempfehlung: 2-3 mal täglich als Pulver mit einem Löffel Honig, Wasser oder Milch ( je nach Dosha-Typ) einnehmen.
  • Anwendungsgebiete: Verdauungsbeschwerden, Entgiftung, Blasenprobleme, Immunschwäche, Atemwegsprobleme, Hautentzündungen, Anti-Aging, Hinweise auf antikarzinogene Wirkung (Krebs), Reizdarmsyndrom, Darmerkrankungen, Allergien, Entzündungen, Übergewicht, Untergewicht, Leberbeschwerden.
  • Wirkung: stoffwechselanregend, entgiftend, haut- und haarpflegend, mastzellstabilisierend (Histamin ↓, Mastzellmediatoren ↓), schmerzlindernd, verdauungsfördernd, darmregenerierend, immunstimulierend, hautzellerneuernd, entzündungshemmend (Histamin ↓), antiallergisch (Histamin ↓, Mastzellmediatoren ↓), cholesterinsenkend, appetitanregend, harntreibend.
  • Kontrainduziert: Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglinge und Kleinkinder
  • Wechsel- und Nebenwirkungen: Triphala wirkt leicht abführend. Hat man zuviel erwischt , kann es zu Durchfall kommen. Aufgrund der entgiftenden Wirkung kann es zu Schwindel oder Kopfschmerzen kommen. Deshalb immer mit einer kleinen Dosierung beginnen.
  • Verträglichkeit bei HIT/MCAD: Datenlage nicht vollständig. Durch Erfahrungen von amerikanischen Betroffenen vermutlich sehr gut aufgrund der mastzellstabilisierenden, entzündungshemmenden und stressreduzierenden Wirkung. Auf Kreuzallergien und Atopie achten. Nicht überdosieren.
  • Quellen:
    1. https://www.unboundmedicine.com/medline/citation/11167031/Inhibitory_action_of_water_soluble_fraction_of_Terminalia_chebula_on_systemic_and_local_anaphylaxis_
    2. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/24146447/
    3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6052535/
    4. https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fphar.2021.628198/full
Amlabaum mit Früchten
Bild: Von Salim_Khandoker – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=71102831

3. Brahmi/ब्राह्मी:

Brahmi oder auch kleines Fettblatt
  • Brahmi, auch kleines Fettblatt genannt, gehört zu den Wegerichgewächsen und ist, u.a mit dem Spitzwegerich verwandt. Aus dem Sanskrit übersetzt bedeutet es “heilig” oder “göttlich” und bezieht sich auf die Energie Brahmans, dem allumfassenden, göttlichen, formlosen, namenlosen Prinzip allen Seins. Es ist ein Standard-Heilkaut der ayurvedischen Medizin und wird seit Jahrtausenden verwendet. Besonders für uns interessant ist eine Studie, die Brahmi die gleiche Wirkung wie der bei MCAD oft verschriebene Mastzellstabilisator Cromocyclinsäure nachweisen konnte.
  • Dosierung und Einnahme: Es gibt zu der Dosierung keine genauen Angaben. Menge und Wirkung aus den verlinkten Studien: 150mg, 300mg, 320 mg, 600mg und 640 mg. Laut manchen Quellen ein halber Teelöffel pro Tag. Man sollte sich hier also an besten zwischen 150 mg – maximal 600mg pro Tag bewegen und mit einer niedrigen Dosierung beginnen. 300mg ist ein guter Mittelwert für die langfristige Anwendung. Alle Dosierungen gelten für Brahmi-Extrakt. Brahmi ist am besten morgens oder mittags einzunehmen.
  • Darlegungsformen: Kapseln, Presslinge, Pulver, Tee, Blätter (frisch im Salat oder Smoothie). Es schmeckt sehr bitter, deshalb sind Tabletten empfohlen. Als Tee 2-3 Tassen maximal pro Tag. Als Brahmighrit (Brahmi in Ghee) besonders wirksam, aber leider sehr bitter. Die volle Wirkung kehrt laut Studien erst nach 8-12 Wochen ein. Danach wird eine Pause empfohlen.
  • Anwendungsgebiete: Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche, Stress, Nervöse Unruhe, Neuralgien, Alzheimer, Demenz, Epilepsie, Asthma, Bronchitis, Herz-Kreislauf- Erkrankungen, Dysmenorrhoe (schmerzhafte Periode), Hautkrankheiten, ADHS/ADS, Konzentrationsprobleme, Gedächtnisprobleme, Durchfall,
  • Wirkung: denkleistungsfördernd, antioxidativ, entzündungshemmend (Histamin ↓), immunstimulierend, stressreduzierend (Histamin↓, Mastzellmediatoren ↓), angstlösend, cortisolerniedrigend, leistungssteigernd, neuroinflammationreduzierend (Histamin↓, Mastzellmediatoren ↓), blutreinigend, schmerzstillend, entgiftend, adaptogen, antihistaminisch, mastzellstabillisierend (Histamin ↓, Mastzellmediatoren ↓) , notroopisch.
  • Kontrainduziert: Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglinge und Kleinkinder, Schilddrüsenerkrankungen, Magen-Darm-Geschwüre, Harnwegserkrankungen, Lungenerkrankungen (Asthma, COPD), Bradykardie (langsamer Herzschlag), Miktionsprobleme (erschwertes Wasserlassen).
  • Wechsel- und Nebenwirkungen: Alzheimer-Medikamente, Medikamente mit Cytochrom-P450-Enzymen, Beruhigungsmittel, Antidepressiva, Antipsychotika, Kalziumblocker, Glaukommittel, Schlafmittel, Schilddrüsenmedikamente. Nebenwirkungen (meist durch Überdosierung augelöst): Magenkrämpfe, Übelkeit und trockener Mund. Sehr seltene Nebenwirkungen: Bei einer dauerhaften Überdosierung können die enthaltenen Bacoside den Abbau von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) bewirken. Hier gilt wie bei allen Pflanzenwirkstoffen und Medikamenten: Die Dosis macht das Gift.
  • Verträglichkeit bei HIT/MCAD: Datenlage nicht vollständig. Durch die Studien und berichtete Erfahrungen von amerikanischen Betroffenen vermutlich sehr gut verträglich. Wenn alle wichtigen Dinge beachtet werden (Erkrankungen, Medikamente, Dosierung) vermutlich ein potentieller, alternativer Ersatz für den Mastzellstabilisator Cromocyclinsäure. Auf Kreuzallergien und Atopie achten. Nicht überdosieren.
  • Quellen:
    1. https://www.researchgate.net/publication/44887433_Does_Bacopa_monnieri_Improve_Memory_Performance_in_Older_Persons_Results_of_a_Randomized_Placebo-Controlled_Double-Blind_Trial
    2. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11498727/
    3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3306740/
    4. https://www.researchgate.net/publication/239732903_Neuropharmacological_Review_of_the_Nootropic_Herb_Bacopa_monnieri
    5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18611150/
    6. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11295306/
    7. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23788517/
    8. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5075615/
    9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3537209/
    10. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0003986119307647

4. Tulsikraut/तुलसी:

  • Tulsi bedeuted aus dem Sanskrit (तुलसी, tulasi) übersetzt “die Unvergleichliche” und macht ihrem Namen alle Ehre. Sie ist auch unter Holy Basil, Indischer Basillikum, Thai Basilikum oder als Königsbasilikum bekannt. Es gleicht alle drei Doshas aus. Die 4 in den Veden meist erwähnten und bekanntesten Arten sind: Vana Tulsi (weiß), Rama Tulsi (grün), Krishna Tulsi (violett) und Kapoor Tulsi (blütenreich). Es ist im Ayurveda empfohlen, immer eine Mischung der Arten zu verwenden, da jede andere Mengen an wirksamen Inhaltsstoffen enthält.
  • Dosierung und Einnahme: Als Tee (1TL auf eine Tasse heißes Wasser) 1-maximal 2 Tassen pro Tag für Frauen. Männer sollten den Tee nicht täglich trinken, da es die Spermienbildung hemmen kann. Ansonsten kann man ihn auch bei Bedarf trinken. Auf keinen Fall darf Tulsitee in der Schwangerschaft oder der Stillzeit getrunken werden. Um die Wirkung des Tees zu potenzieren, kann dem Tee noch etwas (ca.1/4 TL) Ghee hinzugefügt werden. Tulsitee wird optimalerweise nach der Hauptmahlzeit oder vor dem zu Bett gehen getrunken.
  • Darlegungsformen: Tee, Blätter (zum kauen pur oder als Beigabe zu Speisen und Salaten. Darf nicht mitgekocht werden!), Ätherisches Öl (nervenberuhigend, fokussierend, konzentrationsfördernd), Tulsi Hydrosol (für Gesicht, Körper, Mund)
  • Anwendungsgebiete: Stress (psychisch und physisch), Angst, Depressionen, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme (Notroopikum), Vergesslichkeit, Verdauungsprobleme, Magenkrämpfe, Blähungen, Asthma, Hoher Blutdruck, starkes Schwitzen, Immunschwäche, Diabetes, Entzündungen, Zahnfleischentzündungen, Mundgeruch, Grippe, Erkältungen, Husten, Nasennebenhöhlenentzündung, Schnupfen, Kopfschmerzen, Herzbeschwerden, Insektenabwehr (als Öl), Insektenstiche, Arthritis, Arthrose, Schmerzen, Fieber, Bronchitis, vorzeitige Alterung, Erbrechen, Übelkeit, Krämpfe, Menstruationsbeschwerden, Krebs (unterstützend in der Krebstherapie, nicht als alleiniges Heilmittel!)
  • Wirkung: konzentrationsfördernd, entspannend, stressresistenzerhöhend, wärmend, leistungsfördernd, entzündungshemmend (Histamin ↓), blutzuckerregulierend, entkrampfend, schmerzstillend, fiebersenkend, beruhigend, nervenberuhigend, antikarzinogen, mastzellstabilisierend (Histamin ↓, Mastzellmediatoren ↓), adaptogen, abschwellend, entgiftend, hautzellerneuernd, leberschützend, schlaffördernd, antibakteriell (Staphylococcus aureus), natürlich antibiotisch, antihistaminisch (H2 Rezeptor), antiseptisch,
  • Kontrainduziert: Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglinge und Kleinkinder, direkt vor oder nach Operationen.
  • Wechsel- und Nebenwirkungen: Müdigkeit, In manchen Fällen Verstopfung bei längerfristiger Anwendung. Womöglich Wechselwirkungen mit Blutgerinnungsmedikamenten, Wechselwirkung mit dem Medikament Pentobarbital (löst zusammen Schläfrigkeit aus), am besten ganz auf weitere Beruhigungs- und Schlafmittel verzichten.
  • Verträglichkeit bei HIT/MCAD: Sehr gut. Tulsikraut ist bereits vielen Betroffenen bekannt und diese berichten hervorragende Verträglichkeit. Auch ich trinke regelmäßig Tulsitee und kann die Verträglichkeit und Wirkung bestätigen.
  • Quellen:
    1. https://www.researchgate.net/publication/285952995_Mast_cell_stabilizing_activity_of_Ocimum_sanctum_leaves
    2. https://www.semanticscholar.org/paper/Pharmacological-Basis-For-Antianaphylactic%2C-And-Of-Sridevi-Gopkumar/c8867c15f27607daee849cdc3d8aaa9dc5b3050c
    3. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/23682780/
    4. https://ispub.com/IJPHARM/7/1/6038
    5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11891082/
    6. https://www.semanticscholar.org/paper/Effect-of-Ocimum-tenuiflorum-Linn-Extract-on-in-Prakash-Ebenezer/5abfe979e4faa04773e9808082715656b4e87528

5. Eure Erfahrungen: Helft mit!

Tulsi und Ashwagandha sind bereits in der HIT/MCAD Community bekannt und werden regelmäßig als Geheimtipp empfohlen. Die Verträglichkeit aus meiner eigenen Erfahrung und denen andere Betroffener kann man ruhigen Gewissens mit sehr gut bewerten. Triphala und Brahmi sind hingegen noch sehr unbekannt und es gibt eher wenig Erfahrungen damit. Die meisten Erfahrungen Betroffener stammen aus dem amerikanischen Raum und lassen bisher vermuten, dass auch diese beiden sehr gut verträglich sind und hilfreich im HIT/MCAD-Symptom-Management. Dies bestätigen auch die zahlreichen Studien dazu.

Ich bitte alle Betroffenen, die diesen Artikel lesen, gerne eure Erfahrungen mit mir/uns zu teilen. Dies könnt ihr entweder hier in den Kommentaren (ihr könnt auch mit eurem Facebook-Account kommentieren) unter diesem Artikel oder in unseren Facebookgruppen (Button oben rechts auf der Seite) unter dem betreffenden Post dieses Artikels. Umso mehr Erfahrungen ihr uns schreibt, umso mehr lesen dies andere und tragen die Informationen wiederrum weiter. Auf diese Weise helft ihr anderen Betroffenen, sich gesünder zu fühlen und wichtige Informationen dazu zu finden.

Namaste


4 Comments

  1. Kuntz Petra

    Ich nehme seit ca. 3 Wochen täglich je 1 Kapsel Brahmi (1000 mg) und Ashwagandha (600 mg) und habe das Gefühl dass meine Mastzellen nicht mehr auf Alles sofort reagieren. Hoffe das hält auf Dauer an. Werde in ein Paar Wochen nochmals berichten.
    Danke Mella für deinen Blog der ist für mich mit deinen tollen Artikeln, unbezahlbar. 😍

    • Hallo liebe Petra,

      erstmal vielen Dank für deinen wertvollen Erfahrungsbericht. Umso mehr Betroffene ihre Erfahrungen mit natürlichen Mastzellstabilisatoren berichten, umso mehr profitieren andere Betroffene davon. Ich bin schon ganz neugierig auf deinen zweiten Bericht.
      Ps: Danke für dein tolles Lob 🥰

      Einen schönen und symptomfreien Tag♡

  2. Schäffer Susanne

    Toll recherchiert! Danke! Ich habe gute Erfahrungen mit Ashwaganda und Tulsi. den Rest schaue ich mir an.

    • Hallo liebe Susanne,

      danke für dein Feedback dazu. Da gleichen sich unsere Erfahrungen ja schon mal bei den beiden.
      Ein hoch auf die Natur!

      Einen schönen und symptomfreien Tag♡

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