Alkoholfreier Glühwein, histaminarm

Was sind neben Plätzchen die typisch kulinarische Dinge in der Weihnachtszeit? Der Duft von Zimt und Vanille, gebrannten Mandeln und natürlich Glühwein. Alkohol ist aber leider für uns tabu und auch einige weihnachtliche Gewürze sind problematisch. Weihnachten droht zu einem Fest der Frustration zu werden.

In unserer Facebookgruppe hat eine Betroffene einen herzzerreißenden Post veröffentlicht, indem sie erzählt hat, wie sehr sie Plätzchen und Glühwein vermisst. Aber nicht mit mir! Selbstgemachte und leckere Alternativen müssen also her! Mit meiner Sammlung histaminarmer Plätzchen konnte ich ihr und vielen anderen bereits eine Freude bereiten, der Glühwein fehlte jedoch noch. Hier gibt es bereits viele alkoholfreie Rezepte im Netz, leider immer mit mindestens einer unverträglichen Zutat. Also habe ich mich dran gemacht, ein Rezept zu kreieren.

Die gesamte Familie durfte mittesten, es ist immer aussagekräftiger wenn mehrere Menschen ein Rezpet probieren und ihre Meinung dazu äußern. Und was soll ich euch sagen: Alle waren restlos begeistert. Ich musste sogar nochmal nachlegen und eine zweite Fuhre kochen. Das Rezept schmeckt wie echter Glühwein, nur eben ohne Alkohol. Also perfekt geeignet für uns Betroffene und für Kinder. Zudem ist er ruckzuck fertig.

Achtung! Alle potentiell problematischen Zutaten sind bei meinen Rezepten immer mit einem ! gekennzeichnet. Diese sind optional und können einfach weggelassen werden, wenn du dir nicht sicher bist. Alle anderen, unmarkierten Lebensmittel sind vom Histamin- und Liberatorwert verträglich. Hast du trotzdem eine Reaktion, liegt dies warscheinlich an einer zusätzlichen Erkrankung, Unverträglichkeit oder Allergie. Meine Rezepte orientieren sich nach der SIGHI Lebensmittelliste. Zudem biete ich auch oft Alternativen an, z. B. eine vegane Variante.

Alkoholfreier Glühwein, histaminarm

Rezept von MellaGang: GetränkeKüche: EuropäischSchwierigkeit: Einfach
Portionen

1

Portionen
Zubereitungszeit

5

Minuten
Kochzeit

15

Minuten
Gesamtzeit

20

Minuten

Zutaten

  • 250ml Apfelsaft

  • 250ml Roter Traubensaft

  • 250ml Schwarzer Johannisbeernektar

  • 250ml Sauerkirschsaft

  • 2-3 Nelken

  • 1 Stange Bio Ceylon-Zimt, z.B. von Sonnentor

Zubereitung

  • Die Zubereitung ist denkbar einfach: Alle Säfte sowie die Gewürze in einen Topf geben. Kurz aufkochen lassen und für weitere 10-15 Minuten auf kleiner Flamme ziehen lassen. In Tassen abfüllen und genießen. Den Rest lässt du einfach mit Deckel auf kleinster Flamme auf dem Herd stehen. Umso länger der Glühwein auf dem Herd steht, umso intensiver werden die Gewürzaromen.
  • Natürlich kannst du auch gleich die doppelte oder dreifache Menge machen, je nachdem wieviel du benötigst.

Tipp

  • Bitte achte bei den Säften auf problematische Zusatzstoffe wie (C) Zitronensäure. Zucker und Ascorbinsäure=Vitamin C (E300) sind hingegen verträglich. Wenn du unsicher bist, nutze die oben verlinkte Sighi-Lebensmittelliste, dort findest du auch viele Zusatzstoffe aufgeführt.
  • Durch den Gehalt an Cumarin (bitte nicht verwechseln mit dem “guten” Curcumin) ist normaler Cassia-Zimt auch für Nicht-Betroffene ein Problem. Eine zu hohe Aufnahme kann zu Vergiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit sowie Schwindel führen und sogar die Leber schädigen. Da diese Symptome sich mit denen von HIT/MCAD überschneiden ist es oft nicht möglich, die Ursache zu differenzieren. Deshalb sollten Betroffene nur reinen Ceylon-Zimt in Bioqualität verzehren, da diese Sorte weitaus weniger bis fast gar keinen Gehalt an Cumarin enthält und somit als sehr gut verträglich gilt. Bei Stiftung Warentest findest ihr einen Artikel mit Produkten dazu. Ich nutze die Produkte von Sonnentor, diese hatten einen nicht nachweisbaren Cumaringehalt.

Und jetzt: Den Lieblingskuschelpulli an und ab mit einer Tasse histaminkonformen Glühwein auf die Couch oder gemütlich mit der Freundin schnacken und den Moment genießen. Reiche dazu noch ein paar histaminarme Kekse aus meiner Rezeptesammlung und Weihnachten ist gerettet.

Prösterchen!

Hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder stelle eine Frage zum Thema Histaminintoleranz und Mastzellaktivierung ♥

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