Mein absolutes Lieblingsrezept für histaminarme & tomatenfreie Bolognese

Die italienische Küche bedeuted für mich eines: Pure Lebensfreude! Essen ist und war generell immer Teil meiner Lebensqualität. Als ich erfuhr, dass Tomaten bei meiner Erkrankung tabu sind, war ich noch mehr am Boden zerstört. Mein geliebte Bolognese schien gänzlich vom Tisch und damit ein Stück Lebensfreude. Denkste!

Als ich im Verlauf meiner Erkrankung irgendwann auf histaminarm spezialisierte Rezeptgruppen bei Facebookgruppen stieß, durchstöberte ich auf der Suche nach etwas essbarem die Alben und fand Ideen für eine Paprikabolognese. Die erste war so lala, aber nicht wirklich der HIT (Achtung: Wortwitz). Ich probierte andere Rezepte und fand eines, welches geschmacklich näher am Original war. Und trotzdem fehlte immer das gewisse Etwas.

Als ich erneut in der Küche stand, auf dem Herd eine Paprikabolognese vor sich hinköchelnd, war beim abschmecken wieder diese Unzufriedenheit zugegen. Ich überlegte, welcher Kniff der Sauce fehlt, um sie geschmacklich näher an das Original zu bringen. Es fehlte das tomatentypische, das fruchtige Säure/Süße-Verhältnis. Genau in diesem Moment blieb mein Blick auf der Johannisbeernektarflasche hängen, die bei mir neben der Kochplatte stand. Johannisbeernektar erfüllte all diese Bedingungen. Ich überlegte nicht lange und gab einen guten Schuß in die Sauce. Leichter Zweifel meldete sich im Hinterkopf, ob nun die Sauce nicht eventuell im Müll landet. Er war unbegründet und ich fügte noch mehr hinzu. Durch den Nektar bekam die Sauce einen SEHR tomatenähnlichen Geschmack. Glücksgefühle pur: Ich hatte meine geliebte Bolognese wieder! Als nächstes folgte eine Zubereitung als Lasagne, die ich drei Jahre lang nicht gegessen hatte. Es war ein Fest.

Es wäre eine Schande, dieses Rezept nicht mit der Welt zu teilen. Alleine um zu zeigen, das die histaminarme Küche sehr viel zu bieten hat, auch wenn man dafür oft um die Ecke denken muss.

Achtung! Alle potentiell problematischen Zutaten sind bei meinen Rezepten immer mit einem ! gekennzeichnet. Diese sind optional und können einfach weggelassen werden, wenn du dir nicht sicher bist. Alle anderen, unmarkierten Lebensmittel sind immer bei einer Histaminerkrankung verträglich. Ist dem nicht so, hast du warscheinlich eine unbekannte/bekannte Zusatzerkrankung, Unverträglichkeit oder Allergie, die abseits davon zu bewerten ist. Meine Rezepte orientieren sich nach der SIGHI Lebensmittelliste. Zudem biete ich Rezepte und Varianten für alle Esstypen an, ob nun Omni, Veganer oder Vegetarier.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 500 g frisches Rinderhackfleisch, alternativ veganes, selbstgemachtes Hack
  • Olivenöl
  • 2 Paprikaschoten, rote
  • 1 weiße Zwiebel, gehackt (Welche Zwiebeln sind bei Histaminerkrankungen verträglich?)
  • 1-2 Möhren
  • 5 EL Paprikamark (Sera Paprikamark mild oder das Suntat BIO, nur diese beiden sind uneingschränkt verträglich!)
  • 300 ml Wasser
  • 200 ml schwarzer Johannisbeernektar, eventuell mehr nach Gusto (Auf Zusatzstoffe achten!)
  • Paprikapulver edelsüß
  • Italienische Kräuter
  • 1 Lorbeerblatt, ganz
  • Oregano, extra
  • Optional: Etwas granulierter Knoblauch !
  • Eventuell 1 TL Zucker nach Gusto

Zubereitung:

Möhren putzen, in Scheiben schneiden und einem Topf mit Wasser gar kochen lassen. Paprikaschoten putzen und halbieren. Die Hälften auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech bei 200 Grad Ober/Unterhitze etwa 20 Minuten backen, bis die Haut dunkel wird. Abkühlen lassen, die Haut abziehen und zusammen mit den Möhren in einem Mixer und etwas Wasser zu einer Sauce mixen.

Weiße Zwiebel schälen und fein hacken. Hackfleisch in Olivenöl karamellisieren. Die Zwiebeln hinzufügen und glasig schwitzen. Nun das Paprikamark hinzugeben und einige Minuten anrösten lassen. Mit einem Schuß Johanninsbeernektar und Wasser aufgießen und die gemixte Paprika-Möhren Sauce hinzufügen Mit Gewürzen und den Kräutern abschmecken. Das Lorbeerblatt in die Sauce hineingeben und mitköcheln lassen. Den Rest vom Johannisbeernektar hinzufügen und das ganze nun 15-20 Minuten leicht köcheln lassen. Zu Pasta der Wahl und einem Salat servieren.

Zubereitung als Lasagne:

Bechamelsauce (vegane Option)

  • 500 ml Milch, Tier- oder Pflanzenmilch
  • 30 g Süßrahmbutter oder Rapsöl
  • Salz
  • 40 g Mehl zum abbinden

Nebenbei:

  • Lasagneplatten
  • Verträglicher Käse, z.B. junger Gouda, vegane Alternative: Bedda Reiberei

Zubereitung:

Die Bolognesesauce nach Anleitung kochen und das Lorbeerblatt entfernen.

In einem Topf das gesiebte Mehl mit dem Fett auf kleiner Hitze andünsten. Nach und nach die Milch hineingeben. Mit Salz abschmecken und einige Minuten köcheln lassen.

Ofen auf 180 Grad Umluf vorheizen. Den Boden einer Auflaufform mit etwas Bolognesesauce bedecken und die erste Lage Lasagneblätter darauf auslegen. Nun abwechselnd Bolognesesauce, Bechamelsauce und Nudelplatten aufschichten. Mit Bolognesesauce und Bechamelsauce beenden und mit veträglichem, geriebenem Käse bestreuen. Im Ofen 35-40 Minuten goldbraun überbacken.

♡ Ich wünsche Guten Appetit♡

2 Comments

  1. monika litscher

    Bitte wo kaufst Du das Paprikamark

    • Hallo liebe Monika,

      Paprikamark ist ein häufig verwendetes Produkt in der türkischen Küche. Folglich bekommt man es in so gut wie jedem türkischen Supermarkt. Ich beziehe meines auch von dort, genauer gesagt dass von milde von der Firma Sera. Ich verlinke es dir mal, damit du weist wie es aussieht: https://veryvita.de/Sera-Paprikamark-mild-350g

      Du kannst im Netz noch nachweiteren Anbietern schauen. Ein gutes, verträgliches Paprikamark sollte nur Paprika und unjodiertes Salz enthalten. Davon gibt es leider nur wenige, oft sind unverträgliche oder problematische Zusatzstoffe enthalten.

      Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

      Einen schönen und symptomefreien Tag♡

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