Daifuku: Japanische gefüllte Mochi

Konnichiwa! Genki desu ka? Zu Deutsch: Hallo, wie geht´s? Hach, ich liebe Japan einfach. Die Kultur, das Land, die Menschen und natürlich das Essen. Ich schaue gerne Mangas, liebe alles mit Katzenohren und würde glücklich in einem Meer aus Final Fantasy Merchandise-Artikeln ertrinken. Da ich mich getrost als Zuckerschnute bezeichnen kann, darf natürlich eines nicht fehlen, der berühmteste traditionelle Reiskuchen Japans: Mochi. Es gibt ihn in vielen verschiedenen Variationen. Je nachdem welche Zubereitungsart oder Zutat gewählt wird, ändert sich auch der Name. In dem heutigen Rezept kochen wir histaminkonforme Daifuku nach, also Mochi mit einer Füllung. Daifuku bedeutet übrigens großes Glück. Und genau das sind sie auch: süße Glücklichmacher, die zudem gegenüber europäischen Süßigkeiten keinen Industriezucker enthalten. Der Teig selbst ist eher neutral im Geschmack, diesen bekommt das Mochi erst durch die Füllung.

Einige der bekanntesten Sorten sind:

  • Mame Daifuku: gefüllt mit süßer Ankobohnenpaste
  • Ichogo Daifuku: Gefüllt mit ganzen Erdbeeren umhüllt von Ankobohnenpaste
  • Sakura Mochi: Rosa eingefärbt und mit einem gesalzenem Kirschblatt eingerollt.
  • Mochi-Eis: Mit Eiscreme gefüllte, gefrorene Mochi.
  • Warabi Mochi: Eine andere Art von Mochi in Form von geleeartigen Klößen. Sie werden aus anderen Stärkemehlen als Reismehl hergestellt, zum Beispiel Kartoffelmehl oder Adlerfarnmehl, das hierzulande kaum bekannt ist.
Histaminarm & superlecker: Daifuku mit Dattelfüllung.

In meinen Rezepten werde ich häufig verschiedene Varianten anbieten, so auch bei diesem. Das Rezept gibt es in einer traditionellen und in einer etwas süßeren Variante. Ich habe die (Industrie-)zuckerfreie gemacht und bevorzuge diese. Die Füllung aus Datteln ist, meiner Meinung nach, süß genug und passt wunderbar zum neutralen Rest. Es ist sehr wichtig, dass du spezielles süßes Klebreismehl verwendest, denn mit normalem funktioniert es nicht. Da Ankobohnen nicht verträglich sind, muss etwas anderes her. Am besten etwas, das auch eine natürliche Süße hat und eine klebrige Konsistenz: Datteln! Aber auch hier sind einige Dinge zu beachten, wenn man Betroffener einer Histaminerkrankung ist. Datteln dürfen niemals geschwefelt oder anderweitig behandelt worden sein. Sie sollten luft- oder sonnengetrocknet sein und in Rohkostqualität vorliegen. Sie können, wie im übrigen alle Trockenfrüchte, zu Darmbeschwerden führen, wenn man eine sonst ballaststoffarme Ernährung hat. Das hat dann aber nichts mit Histamin zu tun, sondern mit speziellen, verminderten Bakterien im Mikrobiom, die diese verwerten. Datteln sind somit wunderbar veträglich.

Datteln sind übrigens echte Powerpakete und eine gesunde Alternative zum Haushaltszucker. Sie werden auch als “Brot der Wüste” bezeichnet. Ihre Farbe kann von Rot bis Schwarz variieren. Sie sind kalorienreich und enthalten viel natürlichen Zucker, dafür aber auch sehr viele Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe: Kalium, Kalzium, Magnesium, B-Vitamine, Phosphor, Eisen, Vitamin A, Vitamin E, Vitamin C, Tryptophan sowie einen hohen Gehalt an Antioxidantien. Puh! Ja, das alles steckt in der kleinen Superfrucht, die auch noch himmlisch süß schmeckt. Zusätzlich glänzt sie mit einer positiven Wirkung auf den Blutzuckerspiegel sowie auf den Darm. Aber nun genug der Beweihräucherung, denn spätestens jetzt möchten wir ans Werk gehen damit wir die süße und gesunde Versuchung so schnell wie möglich genießen können.

Zutaten für 6 Stück:

  • 100 gr´ süßes, japanisches Klebreismehl ( zum Beispiel Komeko Kuchenglück oder von Cock)
  • 150 ml Wasser
  • 150 g Datteln in Rohkostqualität
  • Kartoffelstärke ( Kartoffelmehl)
  • Version mit Zucker : 2 EL Zucker

Zubereitung:

Die Datteln in warmem Wasser 10-15 Minuten einweichen lassen. So bekommen wir die gewünschte schlotzige Konsistenz. Danach kannst du sie entweder in einem Mixer zu einer Paste mixen oder ganz fein schneiden. Wenn du sie feinschneiden möchtest, solltest du dies vor den Einweichen tun. Bei meinen habe ich die zweite Variante genommen. Danach verrührst du in einer Schüssel mit einem Schneebesen das Reismehl mit Wasser, bis keine Klumpen mehr zu sehen sind. Bei Bedarf kannst du noch etwas Wasser hinzugeben. Wenn du nun die Variante mit Zucker machen möchtest , füge diesen nun hinzu.

Datteln sollten bei Histaminerkrankungen immer Rohkostqualität haben, da sie ansonsten Symptome auslösen können. Auch eine gestörte Darmflora, beziehungsweise zu viel ungewohnte Ballaststoffe können hier trotzdem Darmprobleme verursachen.
Der Teig darf keine Klümpchen mehr haben

Nun kommt der schwierigste und zugleich anstrengendste Teil. Armschmalz ist hier gefragt, und nicht zu knapp. Sehe es einfach als Teil eines Workouts. Schmeiß etwas Musik an und dann: Ab die Luzy! Den Teig in eine heiße, beschichtete Pfanne geben. Nach dem aufheizen sollte es die mittlere Temperatur sein. Mit einem vorne flachen Holzlöffel den Teig ohne Pause, vom Boden sanft wegkratzen/ schieben. Den Teig immer wieder in der Pfanne aufeinander falten/ schlagen. Das dauert eine ganze Weile. Er darf nicht anbrennen, dann ist die Temperatur zu hoch. Erst wenn der Teig komplett fest am Löffel hängt, ist er fertig, ansonsten kann er zu flüssig beim weiterverarbeiten werden.

Die Hitze darf nicht zu hoch sein, sonst brennt der Teig an
Armschmalz ist gefragt: bis zur richtigen Konsistenz dauert es eine kleine Weile

Nachdem wir die perfekte Konsistenz erreicht sowie unsere Oberarmmuskulatur trainiert haben, geben wird den heißen Teig auf eine mit Kartoffelstärke bemehlte Fläche und bepudern diesen leicht damit er nicht beim Weiterverarbeiten klebt. Bitte nicht die Finger verbrennen! Nun warten wir kurz, bis der Teig eine angenehme Temperatur zum weiterverarbeiten hat. Dann rollen wir ihn entweder mit einem Nudelholz dünn aus und stechen sechs gleichgroße, runde Teigfladen aus oder zerteilen ihn in sechs Kugeln, die wir dann mit den Händen zu Fladen formen. Auf die Fladen wird dann mit einem Löffel die Füllung gesetzt. Die Füllung soll ganz vom Mochiteig bedeckt sein. Mit den Händen sanft verschließen und nochmals in den Händen rollen. Schaut, dass das Mochi immer mit genug Kartoffelstärke bepudert ist, sonst klebt es an Oberflächen und Händen.

Vorsicht heiß! Den warmen Teig auf einer mit Kartoffelmehl bestäubten Oberfläche vor dem weiterverarbeiten leicht abkühlen lassen.
Etwas Füllung in die Mitte geben und vorsichtig zu eine Kugel verschließen.

Jetzt noch kurz warten, bis sie kalt sind und dann heißt es: Idatakimasu-Guten Appetit! Ich habe dazu eine Tasse koffeinarmen Kukicha-Grüntee getrunken. Warum du eventuell nicht ganz auf grünen Tee verzichten musst, obwohl du eine Histaminerkrankung hast, kannst du demnächst in einem anderen Artikel nachlesen. Wenn es so weit ist, werde ich ihn hier verlinken.

Ich hoffe, ich konnte dir eine Freude mit meinem Rezept machen und dir zeigen, das die histaminarme Küche nicht langweilig ist. Hinterlasse mir gerne ein Kommentar oder besuche unsere Social-Media-Kanäle.

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